Hellstrahler

Hellstrahler

Hellstrahler - auch Infrarotstrahler genannt – emittieren Wärmestrahlung im für das menschliche Auge sichtbaren Wellenlängenbereich – daher die Namensgebung. Klassische Hellstrahler arbeiten mit Brenngasen, die in einem speziellen Injektorbrenner vollständig mit der erforderlichen Verbrennungsluft vorgemischt werden, sog. premix-System. Das homogenisierte Gas/Luft-Gemisch tritt durch eine perforierte Keramikfläche, in deren Oberfläche der Verbrennungsprozess stattfindet. Die keramische Brennfläche kommt im Betrieb bei Oberflächentemperaturen von 850 bis 950 °C zum Glühen und ist damit gleichzeitig Strahlfläche. Die keramische Strahlfläche ist von teilweise aufwändigen Reflektorkonstruktionen umgeben, die die Infrarotstrahlung richten und zum Aufstellungsraum lenken.

Moderne Hellstrahler-Bauformen, sog. Kombistrahler, nutzen die von Abgas überströmten Reflektorflächen als zusätzliche Strahlflächen. Hellstrahler werden unter der Decke, im Bereich der Dachkonstruktion oder an den oberen Seitenwänden installiert. Ähnlich wie bei Dunkelstrahlern müssen bei Hellstrahlern Mindesthöhen für die Aufhängung von mindestens ca. 3,5 m bis hin zu 9 m zur Vermeidung von lokal zu hohen Strahlungsintensitäten gegeben sein.

Die Aufheizzeit ist sehr kurz. Nach dem Einschalten wird spätestens nach 5 Minuten die volle Strahlungsleistung erreicht. In mittleren und großen Hallengebäuden sind bei hoher Heizlast zur flächendeckenden Beheizung des Gebäudes stets mehrere Einzelgeräte zu installieren.

Hellstrahler

 

Glühende Keramikplatte eines Hellstrahlers:
Bei Oberflächentemperaturen von ca. 850 – 950 °C findet die Gasverbrennung direkt in der Keramikplatte statt, ein Großteil der freiwerdenden Verbrennungswärme wird in Infrarotstrahlung umgesetzt, die Bildung von thermischem NOX wird unterdrückt.

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